Keine Sensationen, aber große Emotionen –
ÖM-Favoriten lassen nichts anbrennen

Die Würfel sind gefallen – und Überraschungen blieben aus. Beim emotionsgeladenen Qualifikationstag zur Österreichischen Meisterschaft setzten sich am Ende jene Teams durch, die im Vorfeld als Favoriten gehandelt wurden. Doch wer glaubte, es würde ein ruhiger Spieltag werden, sah sich getäuscht: Leidenschaft, Kampfgeist und Derby-Stimmung machten diesen Abend zu einem echten Highlight des heimischen Rollhockeys.

Bereits am Nachmittag gehörte die Bühne dem Nachwuchs. In den Altersklassen U9, U11 und U13 wurde mit viel Begeisterung und Einsatz gespielt, ehe sich die Spannung in den Abendstunden spürbar zuspitzte. Besonders die Underdogs aus Dornbirn und Wolfurt sorgten für einen Hauch von Aufbruchsstimmung – stets bereit, den favorisierten Erstmannschaften ein Bein zu stellen.

Doch im ersten Duell des Abends wurde schnell klar, dass Erfahrung und Klasse an diesem Tag den Unterschied machen würden. Die Wolfurter, zwei Ligen höher angesiedelt, erstickten die Hoffnungen der Dornbirner Zweiermannschaft bereits in der Anfangsphase. Nach nur zwölf Minuten stand es 0:4, und auch der Treffer von Sascha Nonn brachte nur kurz Hoffnung zurück. Mit gnadenloser Effizienz zog der HNL-Ligist davon und stellte noch vor der Pause auf 1:8.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Dornbirner deutlich stabiler, hielten kämpferisch dagegen und verhinderten ein Debakel. Mit einem respektablen zweiten Durchgang (1:1) bewiesen sie Moral, mussten sich am Ende jedoch klar mit 2:9 geschlagen geben.

Ganz anders verlief das zweite Spiel des Abends, welches sich im ersten Spielabschnitt zum echten Krimi entwickelte. Dornbirns erste Mannschaft tat sich gegen die ambitionierten Wolfurter Zweier überraschend schwer. Die Gäste gingen in Führung, ehe Kapitän Hagspiel den Bann brach und ausglich. In der Folge wogte das Spiel hin und her: Dornbirn legte vor, Wolfurt II antwortete prompt. Beim Stand von 4:4 zur Pause war alles offen.

Doch nach dem Wiederanpfiff zeigte sich die Klasse der Heimischen. Dornbirn erhöhte das Tempo, kombinierte klug und nutzte die sich bietenden Chancen eiskalt aus. Gleichzeitig schwächten sich die Wolfurter durch unnötige Zeitstrafen selbst – ein Umstand, den die Hausherren konsequent ausnutzten. Tor um Tor zogen sie davon und stellten schließlich auf einen deutlichen 10:5-Endstand.

Damit sind die Finalpaarungen fixiert: Im kleinen Finale kämpfen Dornbirn II und Wolfurt II um Bronze. Im großen Showdown wartet hingegen das, worauf alle gehofft haben – das prestigeträchtige Derby zwischen Dornbirn und Wolfurt um die Österreichische Meisterschaft 2026.

ÖM-Qualifikation Herren

Herren | RHC Dornbirn II – RHC Wolfurt  2:9 (1:7)

Strafen: je 1 x 2 Min. M. Sahler (2) bzw. Mark, Purin

 

Dornbirn II: Lechleitner; Calvin, Fässler, M. Sahler, St. Sahler, Hauser, S. Nonn 1, F. Nonn 1, Höss

 

Wolfurt: Rohner, Miñarro Camarero; Purin 1, Dilme 2, Puig Aragon, David 1, Biedma Planas 3, Mark 2, Laritz

Herren | RHC Dornbirn – RHC Wolfurt II  10:5 (4:4)

Strafen: je 1 x 2 Min. Lechleitner, Levay bzw. Hilbe, Marik je 2 sowie Westreicher

 

Dornbirn: Sohm, Gomes Da Silva; Hagspiel 1, Höss 1, Lechleitner, Levay 2, Molet 1, Wally 4, Winsauer 1

 

Wolfurt II: Hinteregger, Prutsch; Marik, Westreicher, A. Erath 1, M. Erath 2, Wolf, Hilbe 1, Karu 1, Miralles Pique

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