Cup-Aus im Achtelfinale: Dornbirn fordert Wimmis bis kurz vor Schluss
Starker Auftritt gegen einen Cupfavoriten bleibt unbelohnt – Wimmis setzt sich in einem hart umkämpften Duell mit 5:2 durch.
Es war ein intensiver und hart umkämpfter Cup-Fight, der bis knapp eineinhalb Minuten vor Spielende völlig offen war. Der RHC Dornbirn verlangte dem favorisierten HNL-Team aus Wimmis alles ab und hielt die Partie lange spannend. Am Ende setzte sich jedoch die Klasse der Gäste durch, die damit ihre Ungeschlagenheit bewahrten und den Einzug ins Viertelfinale fixierten.
Der Halloween-Abend begann ganz nach dem Geschmack der Hausherren. Mit viel Tempo starteten beide Mannschaften in die Partie, ehe Michael Sahler den Dornbirner Anhang mit dem frühen Führungstreffer erstmals jubeln ließ. Wimmis hielt mit schnellem Passspiel dagegen und suchte konsequent den Ausgleich. Nach zehn Minuten war es Ramon Meier, der zum 1:1 traf.
Als Michael Sahler nach einer blauen Karte auf die Strafbank musste, bot sich den Gästen die Chance zur erstmaligen Führung. Doch Dornbirn überstand diese Phase ohne Gegentreffer. Stattdessen sorgte Victor Wally erneut für frenetischen Jubel in der Stadthalle: Mit einem sehenswerten Solo über das halbe Spielfeld ließ er die Wimmiser Defensive stehen und schob den Ball flach an Torhüter Joel Iseli zum 2:1 vorbei ins Netz. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatten somit die Messestädter die Nase vorne.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Wimmis den Druck und übernahm zunehmend das Kommando. Nachdem ein Foul an Biel Perpinyà ungeahndet geblieben war, gelang Sandro Meier der Ausgleich zum 2:2. Die intensive erste Spielhälfte hatte bei den Dornbirnern zunehmend Spuren hinterlassen. Zwar stemmten sich die Hausherren weiterhin mit großem Einsatz gegen die spielstarken Gäste, doch die Torchancen wurden weniger und das Offensivspiel verlor etwas an Durchschlagskraft.
Als Keita Graf einen Ball entscheidend abfälschte und damit erstmals die 3:2-Führung für Wimmis herstellte, war die Dornbirner Mannschaft gefordert. Die Kike-Truppe warf nochmals alles in die Waagschale und hielt die Begegnung bis in die Schlussphase offen.
Bei einem Stand von 9:9 Teamfouls unterlief Dornbirn allerdings 1:37 Minuten vor der Schlusssirene das zehnte Teamfoul. Ramon Meier ließ sich die Chance vom direkten Freistoß nicht entgehen und stellte auf 4:2. Nur 33 Sekunden vor Spielende sorgte er mit einem weiteren Treffer ins verwaiste Dornbirner Tor für die endgültige Entscheidung.
Damit endete ein Abend, an dem für den RHC Dornbirn durchaus mehr möglich gewesen wäre, mit einer bitteren Niederlage. Die Messestädter hielten gegen einen der Cupfavoriten über weite Strecken auf Augenhöhe mit und waren bis kurz vor Schluss voll im Spiel. Am Ende fehlte jedoch das letzte Quäntchen, um für eine Überraschung zu sorgen.
Nach drei Halbfinal- beziehungsweise Finaleinzügen in Serie ist für Dornbirn diesmal bereits im Achtelfinale Endstation. Der Auftritt gegen Wimmis macht dennoch deutlich, dass sich die Mannschaft auch vor den Topteams nicht verstecken muss.
Schweizer Cup – Achtelfinale
RHC Dornbirn – RHC Wimmis 2:5 (2:1)
Strafen: Dornbirn: 1 × Blau (M. Sahler)
Dornbirn: A. Gomes Da Silva, A. Sohm; J. Fässler, K. Hagspiel, K. Jochum, F. Lechleitner, B. Perpinyà Picazo, M. Sahler (1), T. Winsauer, V. Wally (1).
Wimmis: Joel Iseli, Pedro Filipe Pinheiro da Costa; Keita Graf (1), Dario Bühler, Ramon Meier (3), Sandro Meier (1), Jonathan Pfähler, Jan Schober, Patrick Wittwer, Jonathan Brand.